Sängerkranz 1839 e.V.  

Singen im Homeoffice

Sängerkranz – Chorgesang im Homeoffice

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Weil zurzeit das Singen in Gruppen nicht möglich ist, hat sich der Chorleiter des Niddaer „Sängerkranz“ zusammen mit dem Vorstand und dem Gesangverein in Windecken überlegt, die beiden Chöre wieder aktiv werden zu lassen und trotzdem die Corona-Bedingungen einzuhalten. Wie das geschehen kann, hat Thomas Kiersch in einem Anschreiben an die Sängerinnen und Sänger nachhaltig erläutert. Dank moderner Technik ist es möglich, jede singende Person einzeln in Ton und Bild aufzunehmen und diese Puzzleteile am Ende zu einem Chor in einem Musikvideo zusammen zu fügen, ohne dass sich jeweils mehr als zwei Personen gleichzeitig in einem Raum befinden, und das mit gebührendem Abstand. Natürlich haben zahlreiche Chöre momentan die gleiche Idee, aber es ist wenigstens eine Möglichkeit, die teilweise eingerosteten Stimmen wieder zu reaktivieren. Deshalb waren Chorleiter und Vorstand auch sehr erfreut über die stattliche Zahl der Anmeldungen zu diesem Projekt, immerhin konnten aus den beiden Stammchören insgesamt 50 Personen rekrutiert werden, die sich in steriler Umgebung und solistisch singend einbringen wollten.

Interessant ist auch die Vorgehensweise mit der Absicherung, dass nicht allzu viele musikalische Pannen passieren würden. Thomas Kiersch hat zunächst eine Übungsdatei für alle Stimmen erstellt und verteilt, so dass im häuslichen Umfeld, im Homeoffice quasi, die jeweilige Stimme des gut bekannten und bereits mehrfach aufgeführten Stückes aufgewärmt und gefestigt werden konnte. Über Kopfhörer wurde bei der Aufnahme diese Version jeweils auf ein Ohr des Singenden gelegt, während auf der anderen Seite die eigene Stimme ertönte. So war gewährleistet, dass eine Sicherheit während des Singens gegeben war. Trotzdem war der Adrenalinspiegel bei einigen Mitwirkenden teilweise sprunghaft angestiegen.

Die Aufnahmen in Nidda zogen sich über das komplette vergangene Wochenende hin, schließlich war pro Person ein Zeitfenster von 45 Minuten inklusive Raumlüftung eingeplant, am kommenden Wochenende wird Thomas Kiersch das Prozedere in Windecken wiederholen.

Als Werk hatte der Dirigent „Butterfly“ von Daniel Gerard in der Chorversion von Pascal Thibaut ausgewählt, ein leicht klingendes Lied mit fröhlicher Melodieführung, das in die beginnende Frühlingszeit passt und so insgesamt eher positive, erfreuliche und zuversichtliche Stimmung verbreitet, was in diesen Zeiten ja durchaus wünschenswert ist.

Die Endbearbeitung wird etwa zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen, danach wird das Ergebnis auf sozialen Netzwerken sowie der Homepage des Sängerkranz‘ zu hören sein.

Insgesamt ist diese Aufnahme auch ein Probelauf für das eigentlich geplante Projekt des Sängerkranz‘ im Zusammenwirken mit Musica Nidda, für das dankenswerteweise vor Weihnachten zahlreiche Spenden von Niddaer Geschäften und Institutionen trotz der Corona-Flaute eingegangen sind. Dass dieses Projekt durchgeführt werden wird, ist sicher, allerdings noch nicht, wann. Hierzu muss die weitere Entwicklung der Pandemie abgewartet werden, vor allem muss die Frage geklärt sein, wann und unter welchen Umständen gemeinsames Singen und Musizieren hoffentlich bald wieder möglich ist.

Chorpost 2020

Chorpost 2020

 

Liebe Mitglieder,

 

ein außergewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende entgegen.

Jahresende – Zeit des Rückblickes, aber auch des Vorausschauens.

Das Jahr 2020 wird auf seine Art in die Geschichtsdateien eingehen wie weiland die Pest im Mittelalter. Als Pest haben wir ja auch vieles empfunden, was im zurückliegenden Jahr passiert ist. Aber das soll hier nur insoweit Thema sein, als es uns als Verein, als Chor, betrifft.

Das Jahr 2020 begann eigentlich normal, verheißungsvoll, wie jedes andere Jahr auch, Corona war zwar in China präsent, aber China war noch weit weit weg. Doch in Zeiten der Globalisierung haben wir erlebt, wie schnell eine Pandemie sich auch in Europa breitmachen kann. Wir hatten unsere Planungen für das Jahr abgeschlossen, ein Konzert im Sommer mit Songs aus dem Bereich des Deutsch-Pop mit Band war vorbereitet, ein Weihnachtskonzert mit Musica Nidda war angedacht, Gespräche waren geführt, die Jahresmitgliederversammlung war terminiert. Einer der Höhepunkte sollte der Auftritt anlässlich des 50jährigen Bestehens der Großgemeinde Nidda sein.

Diese Pläne wurden durch Covid19 massiv durchkreuzt. Das gesellschaftliche und vor allem das kulturelle Leben wurde quasi auf 0 heruntergefahren, wir wurden zur Handlungsunfähigkeit verurteilt.

Doch zunächst erschien uns ein Silberstreifen am Horizont. Während der warmen Phase im Sommer war ein Singen im Freien möglich, wir trafen uns auf dem Hinterhof des Heimatmuseums und sangen mit Abstand nicht einmal so schlecht. Aber: Das Ziel fehlte uns zunächst noch. Bis Thomas Kiersch auf die Idee kam, wir könnten doch virtuell etwas auf die Beine stellen. Gesucht und gefunden wurde eine kurze, aber eingängige, Messe des unverwüstlichen Lorenz Mayrhofer, die sich unter den gegebenen Umständen umsetzen lassen könnte. Voller Energie wurde das Projekt angegangen. Proben fanden zunächst im Parkdeck der Sparkasse statt, später im Bürgerhaus des Ortsteils Michelnau. Natürlich wurden die Coronaregeln beachtet, so dass eine Gefährdung weitestgehend ausgeschlossen werden konnte. Und es wurde keiner gezwungen, die Singstunde zu besuchen, der sich nicht sicher genug fühlte. Geschäftsleute und Institutionen wurden angeschrieben und um Spenden gebeten, mit sehr guter Resonanz! Es zeigte sich, dass wir sehr große Unterstützung von vielen Seiten erfuhren, was belegt, dass Zusammenhalt in dieser Zeit eine besonders wichtige Rolle spielt. Der Chor war gerade richtig in Schwung, als die zweite C-Welle überschwappte und wir wieder zur Untätigkeit gezwungen wurden. Wir können das Projekt also nicht wie geplant vor Weihnachten noch der Öffentlichkeit präsentieren. Aber, die Kirchberger Singmesse bietet textlich auch einen weltlichen Teil, so dass wir das Projekt nicht aus den Augen verlieren, und, sobald sich die Möglichkeit ergibt, auch realisieren werden.

Die Jahresmitgliederversammlung konnte im Oktober dann doch stattfinden, so dass wir unserer Pflicht in dieser Hinsicht Genüge tun konnten. Neuwahlen standen keine an, so dauerte die Versammlung gerade mal 30 Minuten und im Anschluss konnte sogar noch geprobt werden.

Sorgen bereiten uns die Mitgliederzahlen, die deutlich unter 100 liegen und auch die Finanzen, die trotz verantwortungsvollem Umgang immer mehr schrumpfen, was den Fortbestand des Vereins auf lange Frist gefährdet. Hier müssen wir in absehbarer Zeit Maßnahmen ergreifen.

Immerhin kamen zu den Proben im Schnitt noch etwa 20 Sängerinnen und Sänger, was einmal mehr darauf hindeutet, dass der Wunsch nach gemeinsamem Singen besteht.

Gesellige Anlässe mussten in diesem Jahr leider entfallen, so dass auch hier eine gewisse Leere eingetreten ist.

So bleibt uns denn nur der hoffnungsvolle Blick in die Zukunft, dass durch den Impfstoff und unsere Vernunft die Pandemie bald so im Griff ist, dass wir zu einem weitgehend normalen Leben mit Chorgesang zurückkehren können.

In diesem Sinne bedanken wir uns sehr herzlich bei allen, die in diesen Zeiten den Verein am Leben erhalten und wünschen wir allen ein gesegnetes Weihnachtsfest, einen guten Anfang im Neuen Jahr, viel Gesundheit und persönliches Glück!

 Euer Vorstand

 

Info 1/21

Leider müssen all unsere Aktivitäten aus bekannten

Gründen zurzeit ruhen. Wir sind aber in Lauerstellung ...

Stand: Januar 2021